24.07.2018 Versorgung der Wupperorte: Bürgerbus fährt seit 2004 – Geringes Interesse
Im Zuge verbesserter Einkaufsmöglichkeiten für die Bewohner der
Wupperorte spricht Natalie Hoffmann, Projektmanagerin für die
Wupperorte, davon, „Einen solchen Fahrdienst könnte man eventuell mit den
Bürgerbussen organsieren“. Frau Hoffmann hat bisher keinen Kontakt mit
dem Bürgerbus-Verein Radevormwald aufgenommen, sonst wüsste sie, dass
dieser Vorschlag unrealistisch ist. Der Bürgerbus darf nur auf den im
Fahrplan ausgedruckten Strecken fahren und keine Abweichungen vornehmen.
Dies ist eine Auflage der Bezirksregierung Köln.
Frau Hoffmann hätte auch wissen können, dass der Bürgerbus mit seiner
Linie Wupperblitz seit 14 Jahren die Wupperorte Herkingrade, Brede,
Keilbeck, Dahlhausen und Niederdahl über Wuppermarkt mit Radevormwald
Stadtmitte verbindet. Diese Linie wurde damals eingerichtet, um
Fahrgästen vom Wuppermarkt die Möglichkeit zu geben, ohne schweres
Tascheschleppen bis zur Haltestelle der 626 aus dem „Loch“ in den oberen
Bereich zu gelangen. Außerdem bietet der Bürgerbus am
Donnerstagnachmittag und Freitagmorgen die Gelegenheit, zur Stadtmitte
zu fahren und dort in 1 1/2 Stunden alles zu erledigen, bevor der Bus
wieder zum Wuppermarkt fährt.
Gerade ältere Menschen und Fahrgäste mit Rollator wird beim Ein- und
Ausstieg im Bürgerbus geholfen, sodass man das Angebot nutzen sollte. Der
Fahrpreis beträgt je Strecke 1,80 Euro, bei einer Viererkarte nur 1,70
Euro. Fahrgäste mit Schwerbehindertenausweis und gültiger Marke sowie
Inhaber eines VRS-Tickets werden sogar kostenlos mitgenommen. Uwe
Orzeske, Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins, fuhr letzten Freitag den
Bus. „An diesem Tag hat nur ein Fahrgast die Mitfahrmöglichkeit nach
Radevormwald und zurück genutzt. Ähnlich sieht es seit Bestehen der
Linie aus. Dennoch sind wir bereit, zusätzlich am Dienstagnachmittag
ebenfalls mit 1 1/2 Stunden Aufenthalt in Stadtmitte zusätzliche Fahrten
anzubieten. Allerdings müssen zwei Voraussetzungen erfüllt werden: Es
müssen sich mindestens 4 Fahrgäste melden, außerdem muss sich die Stadt
Radevormwald bei der Bezirksregierung in Köln dafür verwenden, dass wir
kurzfristig die erforderliche Genehmigung für die Fahrten auf einer
bestehenden Linie bekommen“. Und Pressesprecher Wolfgang Schneidewind
ergänzt „wir wären in der Lage, schon am 31.7. bei einer Genehmigung zu
fahren. Vielleicht findet sich auch ein Sponsor, der einige Fahrkarten
kauft, sodass keine MIndestfahrgastzahl erforderlich ist“.
Es gibt außerdem auch einen Bringdienst in den Wupperorten. Der
Radevormwalder Lieferservice „Axel bringt’s“ fährt am Freitag einen
Brotservice und würde bei Bestellungen auch andere Waren mitliefern.
Wolfgang Schneidewind
Pressesprecher Bürgerbus-Verein Radevormwald